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Seit 1998 stehen wir unseren Mandanten erfolgreich zur Seite.

Bilder - Beide Anwälte

Herzlich Willkommen

Juristische Fragen oder ein Rechtsstreit sind aus der Sicht des Ratsuchenden oft mit vielen Fragezeichen verbunden. Die Justiz ist für den Bürger teils wenig verständlich. Selbst für Juristen ist es bei der heutigen Gesetzes- und Verordnungsflut nicht einfach, den Überblick in allen Bereichen zu wahren.

Die Ortsnähe und Verbundenheit zur Heimat war Grund für unsere Kanzleigründung im Januar 1998 in Großheubach. Wir beraten und vertreten jedoch auch überregionale Mandanten, was mit den heutigen Medien und modernen Kommunikationsmitteln keine Schwierigkeiten bereitet. Eine persönliche Betreuung des Falls steht im Vordergrund. Dabei ist die Intensität der Dienstleistung und die Effizienz der juristischen Tätigkeit gerade kleinerer Kanzleien sehr hoch.

Angesprochen werden durch unsere zivilrechtlich orientierte Kanzlei Privatpersonen ebenso wie Kaufleute und klein- und mittelständische Unternehmen oder Verbände.

Ziel ist die umfassende Beratung und spezialisierte Vertretung in den zivilen Tätigkeitsfeldern der Kanzlei.

Unsere seit Jahren gewachsene Kanzleiausrichtung gewährleistet eine hohe Rechtskenntnis und langjährige Praxiserfahrung bei einer stetigen fachlichen Weiterbildung.

Wir verstehen uns als Ihre Ansprechpartner in Konfliktfällen wie ebenso schon im Vorfeld zu deren Vermeidung. Gerne stehen wir für Ihre Kontaktaufnahme zur Verfügung.

Kompetenz, Vertrauenswürdigkeit und Individualität sind für uns wichtige Handlungsmaßstäbe.

Ihre Interessen vertreten wir:

  • effizient – für Sie wirtschaftlich sinnvoll und ergebnisorientiert
  • professionell – aktuelles Wissen kombiniert mit fundierten Erfahrungen
  • menschlich – verbindlich und vertrauensvoll

Rechtstipp

Porträt Markus Kohl

Beteiligen Sie den Staat an Ihren Prozesskosten

Bislang galten nur Kosten bspw. der gerichtlichen Ehescheidung als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG und konnten steuermindernd geltend gemacht werden. Mit seinem Urteil vom 12.05.2011, Aktz. VI R 42/10 hat der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung grundlegend geändert. Nunmehr können alle Kosten eines jeden Zivilprozesses eine außergewöhnliche Belastung nach § 33 Abs. 1 EStG sein, wenn der Prozess aus der Sicht eines verständigen Dritten nicht mutwillig war, also eine hinreichende Erfolgsaussicht geboten hat. Der Erfolg muss anfänglich als ebenso wahrscheinlich gegolten haben wie der Misserfolg.
Die im jeweiligen Veranlagungs-jahr gezahlten Prozesskosten können innerhalb eines angemessenen Rahmens nach den Vorgaben des § 33 EStG einkommensmindernd in Ansatz gebracht werden. Kostenerstattungen einer Rechtsschutzversicherung müssen aber angerechnet, also abgezogen werden.

Porträt Markus Kohl

Lohnsteuer- klasse bei Trennung

Nicht dauernd getrennt lebende Ehegatten können die Lohnsteuer-klassen zwischen III, IV und V wählen. Hiernach richtet sich der Lohnsteuerabzug beim Arbeitslohn. Dies ändert sich mit dem 01.01. des Jahres, das auf die dauernde Trennung der Ehegatten folgt. Trennen sich die Eheleute bspw. am 19.05.2010 endgültig und besteht die Trennung am Jahresende fort, so können die Klassen III, IV und V ab dem 01.01.2011 nicht mehr gewählt werden; es bleiben nur die Klassen I oder II. Entscheidend ist also das eheliche Zusammenleben am jeweiligen 01.01. des Jahres. Eine Änderung kann aber schon für das restlich laufende Jahr ab Trennungseintritt beantragt werden. Zuständig für die Lohnsteuerkartenänderung ist die Gemeinde am Hauptwohnsitz. Was finanziell günstiger ist oder ob es Besonderheiten gibt, muss im Einzelfall mit einem Steuerberater und/oder einem Rechtsanwalt geklärt werden.

Porträt Markus Kohl

Was kostet die Scheidung?

Bei der Scheidung fallen Gerichts- und Anwalts-kosten an, denn zumindest der antragstellende Ehegatte muss anwaltlich vertreten sein. Die Höhe regeln gesetzliche Tabellen nach dem Verfahrenswert, der sich im Allgemeinen aus dem addierten Dreimonatsnettoeinkommen beider Ehegatten errechnet. Vorhandenes Vermögen kann zur Erhöhung des Verfahrenswertes führen; für unterhaltsberechtigte Kinder sind Abzüge vorzunehmen. Der Versorgungsausgleich der ehezeitbedingten Rentenan-wartschaften steigert den Verfahrenswert (je nach Anzahl und Umfang der Versorgungs-rechte). Folgesachen wie Unterhalt oder Zugewinn sind kostenerhöhend, wenn sie als Folgesachen ins Scheidungsver-fahren einbezogen werden. Verfügt ein Ehegatte über hohe Einkünfte, während der andere bedürftig ist, kann u. U. ein Kostenvorschuss vom anderen verlangt werden. Bei finanziell engen Verhältnissen kann man bei Gericht Verfahrenskostenhilfe für Gerichts- und eigene Anwaltskosten beantragen.

Porträt Markus Kohl

Was bedeutet das Trennungsjahr?

Wenn Eheleute sich trennen und sogar einig sind, gleich geschieden zu werden, ist dies nicht sofort möglich. Voraussetzung für die Ehescheidung ist im allgemeinen der Ablauf eines Trennungsjahres. Nur ausnahmsweise ist das Trennungsjahr nicht nötig, wenn besondere Gründe vorliegen, insbesondere das Eheband wegen der Person des Ehegatten eine absolut unzumutbare Härte darstellt, bspw. wegen einer schweren Trunksucht oder Tätlichkeiten. Trennung bedeutet die Aufhebung der häuslichen Gemeinschaft, oft also der Auszug eines Ehegatten. Eine Trennung innerhalb einer Wohnung oder eines Hauses ist zwar möglich, setzt aber voraus, dass so gut wie alle Gemeinsamkeiten in Trennungsabsicht aufgegeben sind, also keine gemeinsamen Unternehmungen oder Versorgungsleistungen mehr erfolgen wie Einkauf, Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten, Besorgen der Wäsche etc. („Trennung von Tisch und Bett“).

Porträt Markus Kohl

Ehevertrag: Ja oder nein?

Schließt man keinen Ehevertrag, gelten die gesetzlichen Vorschriften zur Ehe und zur Ehescheidung bei ihrem Scheitern. Das Gesetz bietet aber grundsätzlich ein ausgewogenes Regelwerk, das für viele Ehen passt. Gesetzlicher Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft in Abgrenzung zur ehevertraglich möglichen Gütertrennung.
Kraft Gesetzes haftet man für Schulden des Ehegatten vor oder während der Ehe im allgemeinen nicht; umgekehrt gehört dem Ehegatten nicht automatisch das, was dem anderen gehört, denn auch bei der Zugewinnge-meinschaft bleibt es bei zwei getrennten Vermögen. Diese weit verbreiteten Irrtümer geben also nicht wirklich Anlass für einen Ehevertrag. Bei großen Vermögensunterschieden oder einem in die Ehe eingebrachten Unternehmen kann dies häufig anders sein. Im Zweifel ist eine juristische Beratung sinnvoll und günstiger als ein teurer Scheidungsprozess.

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Bilder - Markus Kohl